Zwar trennt die Mehrheit der Menschen in Deutschland ihre Abfälle. Trotzdem gehören noch immer etwa 30 Prozent der in den Gelben Tonnen und Gelben Säcken gesammelten Materialien dort nicht hinein – sie sind sogenannte Fehlwürfe. So zeigt auch eine aktuelle YouGov-Umfrage: 39 Prozent der Verbraucher*innen haben bereits Verpackungen mit Essensresten in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack geworfen; 14 Prozent entsorgten dort schon Papier, Pappe oder Karton und jeweils 7 Prozent warfen Glasverpackungen oder Batterien und Akkus hinein.[1] Mit Lebensmitteln verschmutzte Verpackungen wie nicht ausgelöffelte Joghurtbecher oder Menüschalen mit Resten gehören zu den häufigsten Fehlwürfen. Essens- und andere Produktreste können die Verpackungsabfälle verschmutzen, die Sortierung erschweren und das Recycling verhindern.
„Müllsünden wie diese gefährden den Recyclingprozess erheblich“, erklärt Axel Subklew, Sprecher der Initiative „Mülltrennung wirkt“. „Richtige Mülltrennung macht einen großen Unterschied – hier kommt es auf jede und jeden Einzelnen an.“ Zum Weltrecyclingtag am 18. März ruft die Initiative deshalb dazu auf, Abfälle richtig zu trennen – für mehr Recycling, mehr Ressourcen- und mehr Klimaschutz.
Typische Müllsünden – und wie man sie vermeidet
Joghurtbecher im Restmüll? Nie wieder!
Schnell einen Joghurt zum Frühstück – doch wohin mit dem leeren Becher? Kunststoffbecher und Aluminiumdeckel voneinander trennen und in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack werfen. Die Papierbanderole kommt ins Altpapier. Landet der Becher im Restmüll, wird er verbrannt und kann nicht recycelt werden.
Keine Reste: Verpackungen müssen leer sein
Verpackungen, die in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack entsorgt werden, sollten „restentleert“ sein – also frei von Produkt- oder Essensresten. Ausspülen ist nicht nötig, da die Materialien im Recyclingprozess gereinigt werden.
Küchenpapier & Co.: Ab in den Restmüll
Küchenpapier, Papiertaschentücher oder Hygienepapiere gehören weder ins Altpapier noch in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack, sondern in den Restmüll.
Marmeladenglas in der Restmülltonne? Verloren fürs Recycling!
Ob Marmeladenglas, Parfumflakon oder Essigflasche – alle Glasverpackungen und pfandfreien Glasflaschen lassen sich beliebig oft recyceln. Vorausgesetzt, sie werden leer und nach den Farben Weiß, Braun und Grün sortiert im Altglascontainer entsorgt. Blaues oder andersfarbiges Glas darf in den Grünglascontainer. Deckel können mit eingeworfen werden.
Getränkekartons sind kein Papier
Milch- oder Saftkartons bestehen aus mehreren Materialschichten und zählen zu den Verbundverpackungen. Sie gehören in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack – so können sie recycelt werden.
Brandgefährlich: Niemals Batterien und Akkus in den Hausmüll!
Batterien und Akkus müssen in Sammelboxen im Handel zum Beispiel im Supermarkt, Elektrofachgeschäften, Bau- oder Drogeriemärkten oder bei Wertstoffhöfen abgegeben werden. Geraten Batterien oder -Akkus in die Gelbe Tonne, den Gelben Sack oder in den Restmüll, können sie Brände in Abfalltonnen, Entsorgungsfahrzeugen oder Sortieranlagen verursachen.
Den Durchblick behalten
Für Müllwerker*innen wird die Arbeit leichter, wenn Verpackungsabfälle in transparenten Abfallsäcken oder lose in die Gelbe Tonne/den Gelben Sack entsorgt werden. Bemerken sie bei der Abholung falsch eingeworfene Abfälle, können sie darauf hinweisen und informieren.
Nie wieder Müllsünden
Dabei helfen die praktischen Trenntabellen der Initiative „Mülltrennung wirkt“.
Recycling funktioniert – wenn richtig getrennt wird
Dass richtige Mülltrennung einen Unterschied macht, zeigen aktuelle Recyclingzahlen: 70,8 Prozent der bei den dualen Systemen gemeldeten Kunststoffverpackungen wurden 2024 werkstofflich verwertet. Wie wichtig das für den Schutz von Klima und Ressourcen ist, belegt eine Studie des Öko-Instituts: So werden in Deutschland durch Verpackungsrecycling im Jahr rund vier Millionen Tonnen Sekundärrohstoffe erzeugt. Sie sind eine wichtige Rohstoffquelle für die Herstellung neuer Produkte. Hinzu kommt: Die Verwertung von Verpackungen aus der Gelben Tonne und dem Gelben Sack, aus Glas sowie aus Papier, Pappe und Karton in Deutschland spart jährlich 1,95 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente ein.
[1] Quelle: Für Deutschland (18+) repräsentative Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, N=2.005, 23.01.2026
Weiterführende Informationen
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Axel Subklew, Experte der Initiative „Mülltrennung wirkt”
Tel.: +49 (0) 2203 – 50 26 414 | Mobil: +49 (0)178 24 46 547
subklew@muelltrennung-wirkt.de
Downloads zur Pressemitteilung
Initiative „Mülltrennung wirkt“ / Marcella Merk
Download: Den Joghurtbecher erst leerlöffeln – dann in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack entsorgen (JPG-Datei, 1,8 MB)
Pressemitteilung vom 10.03.2026
Download: Weltrecyclingtag 2026: Richtige Mülltrennung macht den Unterschied (PDF-Datei, 87,1 KB)