Fast fünf Millionen pflegebedürftige Menschen – das entspricht 86 Prozent aller Pflegebedürftigen – wurden Ende 2023 in den eigenen vier Wänden versorgt.1 Seit Dezember 2021 ist ihre Zahl um gut ein Sechstel gestiegen.1 Mit dieser Entwicklung fallen auch immer mehr Pflege- und Verpackungsabfälle in Privathaushalten an – von Medikamentenverpackungen über Einmalhandschuhe bis hin zu gebrauchten Inkontinenzprodukten. Wie diese richtig entsorgt werden, ist oft unklar. „Mit der häuslichen Pflege verändert sich der Alltag – und damit auch die Art der Abfälle. Die richtige Entsorgung dient nicht nur der Hygiene. Viele Verpackungen von Pflege- und Hygieneprodukten bestehen aus wertvollen Rohstoffen, die recycelt werden können. Dafür müssen Verpackungen und Pflegeabfälle konsequent getrennt entsorgt werden“, sagt Axel Subklew, Sprecher der Initiative „Mülltrennung wirkt“. Die Initiative gibt einen Überblick über die wichtigsten Entsorgungsregeln.
Fast fünf Millionen pflegebedürftige Menschen – das entspricht 86 Prozent aller Pflegebedürftigen – wurden Ende 2023 in den eigenen vier Wänden versorgt.1 Seit Dezember 2021 ist ihre Zahl um gut ein Sechstel gestiegen.1 Mit dieser Entwicklung fallen auch immer mehr Pflege- und Verpackungsabfälle in Privathaushalten an – von Medikamentenverpackungen über Einmalhandschuhe bis hin zu gebrauchten Inkontinenzprodukten. Wie diese richtig entsorgt werden, ist oft unklar. „Mit der häuslichen Pflege verändert sich der Alltag – und damit auch die Art der Abfälle. Die richtige Entsorgung dient nicht nur der Hygiene. Viele Verpackungen von Pflege- und Hygieneprodukten bestehen aus wertvollen Rohstoffen, die recycelt werden können. Dafür müssen Verpackungen und Pflegeabfälle konsequent getrennt entsorgt werden“, sagt Axel Subklew, Sprecher der Initiative „Mülltrennung wirkt“. Die Initiative gibt einen Überblick über die wichtigsten Entsorgungsregeln.
Heilende Salben, pflegende Cremes: Tiegel und Tuben richtig entsorgen
Aluminium- und Kunststofftuben für Salben, Gele oder Cremes gehören – vollständig entleert – in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. Deckel aus anderem Material sollten abgeschraubt und getrennt von der Tube im Verpackungsmüll entsorgt werden, damit die Sortieranlagen die Materialien besser erfassen können. Auch leere Kunststofftiegel, etwa für in der Apotheke hergestellte Salben, gehören in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. Salbentiegel aus Glas werden nach Farben sortiert in die entsprechenden Altglascontainer geworfen.
Leere Kunststoffflaschen von Lotionen oder Desinfektionsmitteln gehören ebenfalls in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack – ebenso Pumpsprays aus Kunststoff sowie Schaum- oder Spraydosen aus Aluminium. Wichtig: Schaum- und Spraydosen müssen vollständig entleert sein. Geraten sie mit Inhalt unter Druck, zum Beispiel im Entsorgungsfahrzeug oder in der Sortieranlage, kann es zu gefährlichen Bränden oder Verpuffungen kommen.
Was tun mit Blisterverpackungen und Medizingläschen?
Tabletten oder Kapseln sind häufig in Blister- oder Durchdrückverpackungen aus Kunststoff und Aluminium verpackt. Vollständig entleert gehören sie in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. Leere Medizingläschen und -flaschen werden nach Farben sortiert in die Altglascontainer entsorgt. Beipackzettel sowie Verpackungen aus Papier oder Karton gehören ins Altpapier.
Medikamente richtig entsorgen
Abgelaufene oder nicht mehr benötigte Arzneimittel dürfen keinesfalls über Toilette oder Spüle entsorgt werden, da Arzneimittelrückstände das Grundwasser belasten und der Umwelt schaden. Wie Medikamente entsorgt werden, ist regional unterschiedlich geregelt. In vielen Kommunen können sie in der Restmülltonne entsorgt werden. Dafür verbleiben sie in ihrer Verpackung und werden sorgfältig verschlossen im Müllbeutel entsorgt. Ausnahmen gelten unter anderem für zahlreiche Asthmasprays oder Krebsmedikamente (Zytostatika). Hinweise dazu finden sich im Beipackzettel. Auch Apotheken oder Arztpraxen informieren über die richtige Entsorgung. In einigen Kommunen nehmen Schadstoffmobile oder Schadstoffsammelstellen auf Recyclinghöfen Arzneimittel entgegen. Manche Apotheken bieten zusätzlich eine freiwillige Rücknahme an.
Gefährliche Abfälle wie Einweg-Injektionsspritzen mit Nadeln müssen in einem stich- und bruchfesten Behälter gesammelt und anschließend sicher über den Restmüll entsorgt werden.
Informationen zur regionalen Entsorgung von Medikamenten bieten die kommunalen Abfallberatungen.
Weiterführende Informationen
Kontakt
Pressebüro „Mülltrennung wirkt“
c/o Maria Marberg
Mobil: +49 (0)175 59 64 229
presse@muelltrennung-wirkt.de
Axel Subklew, Experte der Initiative „Mülltrennung wirkt”
Tel.: +49 (0) 2203 – 50 26 414 | Mobil: +49 (0)178 24 46 547
subklew@muelltrennung-wirkt.de
Downloads zur Pressemitteilung
Initiative „Mülltrennung wirkt“ / Marcella Merk
Download: Pflege zu Hause: Pflegeabfälle und Medikamentenverpackungen richtig entsorgen (JPEG-Datei, 7,3 MB)
Pressemitteilung vom 03.08.2026
Download: Pflege zu Hause: Wohin mit Pflegeabfällen und Verpackungen? (PDF-Datei, 81,9 KB)