Fast 89 Millionen Fahrräder und E-Bikes gibt es in Deutschland[1] – viele davon werden jetzt fit für den Frühling gemacht. Entsprechend fallen auch zahlreiche Abfälle bei der Reinigung und Pflege an. Umso wichtiger ist es, diese richtig zu entsorgen.„Ob Spraydose, Shampoo-Flasche oder Kanister für Reiniger – werden die leeren Verpackungen nach der Fahrradpflege richtig entsorgt, können sie recycelt werden“, erklärt Axel Subklew, Sprecher der Initiative „Mülltrennung wirkt“. „Das schont wertvolle Rohstoffe und das Klima.“ Wie die Abfalltrennung nach der Fahrradpflege funktioniert und worauf Verbraucher*innen achten sollten, zeigt die Initiative „Mülltrennung wirkt“.
Waschen, pflegen, bürsten – und Abfälle richtig trennen
Eine gründliche Reinigung lässt das Fahrrad nicht nur wieder glänzen, sondern ist auch eine gute Gelegenheit, es zu überprüfen – etwa auf Risse, lockere Schrauben oder funktionierende Bremsen. Dabei fallen unterschiedliche Abfälle an, die richtig getrennt werden sollten:
- Bike-Shine oder Schaumreiniger: Leere Pumpsprays und Spraydosen aus Kunststoff oder Metall kommen in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. Wichtig: Sie dürfen keine Produktreste mehr enthalten. Geraten Spraydosen mit Inhalt unter Druck, kann es zu gefährlichen Bränden oder Verpuffungen kommen. Spraydosen mit Restinhalt müssen deshalb beim Wertstoffhof oder einer Schadstoffsammelstelle abgegeben werden.
- Leere Tuben, Tiegel, Dosen und Kanister aus Kunststoff oder Metall, zum Beispiel für Fahrradshampoo und -reiniger oder Schmierfett, kommen ebenfalls in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. Auch sie müssen vollständig aufgebraucht sein. Putzmittel können gefährliche Chemikalien enthalten. Reste davon sollten als Sondermüll bei einer Schadstoffsammelstelle abgegeben werden – idealerweise in ihrer Originalverpackung. Ob Reinigungsmittel in den Sondermüll müssen, zeigen auf der Verpackung abgebildete Gefahrensymbole.
- Kartons und Umverpackungen aus Papier oder Karton gehören ins Altpapier. Einwegtücher dürfen nicht ins Altpapier, sondern in den Restmüll.
- Ausgediente Schwämme, Tücher, Mikrofaserlappen und Bürsten werden im Restmüll entsorgt.
- Kaputte Fahrradschläuche gehören ebenfalls in den Restmüll, viele Fahrradhändler nehmen sie auch kostenlos zurück.
Wellness für die Fahrradkette, Schutz für die Umwelt
Ist die Fahrradkette verschmutzt oder rostig, wird sie häufig mit Kettenreiniger gesäubert und anschließend geölt. Eine Unterlage, zum Beispiel aus Karton, kann dabei verhindern, dass Öl in den Boden oder ins Grundwasser gelangt. Klassisches Kettenöl basiert fast immer auf Mineralöl. Reste davon gelten als Sondermüll. Daher müssen folgende Entsorgungsregeln beachtet werden:
- Verpackungen von Kettenreiniger oder Kettenöl dürfen nur vollständig geleert in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. Sind noch Reste in der Verpackung, müssen sie – am besten fest verschlossen in der Originalverpackung – bei einer Schadstoffsammelstelle abgegeben werden.
- Einzelne ölverschmutzte Tücher oder Schwämme dürfen in die Restmülltonne. Sie sollten allerdings getrocknet und gut verpackt sein, zum Beispiel in eine Plastiktüte.
Die Entsorgung schadstoffhaltiger Abfälle kann regional unterschiedlich geregelt sein. Informationen geben die kommunalen Abfallberatungen. Ein Kontakt lässt sich über die Postleitzahlsuche der Initiative „Mülltrennung wirkt“ finden.
Auch bei neuen Werkzeugen und Reparaturzubehör fällt Verpackungsmüll an, zum Beispiel Kartons, Blisterverpackungen oder Folien. Für die Entsorgung gilt: Papier und Pappe gehören ins Altpapier, leere Kunststoffverpackungen in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. Bei Blisterverpackungen, etwa für Werkzeugsets und Flickzeug, sollten die Bestandteile aus Pappe und Kunststoff – wenn möglich – auseinandergenommen und getrennt entsorgt werden.
Warum richtige Mülltrennung wichtig ist
Richtig getrennt entsorgte Verpackungen können recycelt und die daraus gewonnenen Rohstoffe für neue Produkte genutzt werden. Papierfasern zum Beispiel können bis zu 25-mal wiederverwertet werden, Metalle wie Aluminium oder Weißblech nahezu unbegrenzt. Auch aus recyceltem Kunststoff können neue Produkte und Verpackungen entstehen.
[1] Quelle: ZIV – Die Fahrradindustrie: Marktdaten Fahrräder und E-Bikes 2024, März 2025
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Axel Subklew, Experte der Initiative „Mülltrennung wirkt”
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Pressemitteilung vom 14.04.2026
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